Mein jahrelanger Kampf gegen den kreisrunden Haarausfall

 

 

Seit meinem 16. Lebensjahr leide ich am kreisrunden Haarausfall, auch Alopecia Areata genannt. Eines Tages war sie einfach da. Eine münzgroße, kahle Stelle auf meinem Kopf. An den genauen Krankheitsverlauf zu dieser Zeit kann ich mich leider nicht mehr richtig erinnern. Alles ist verschwommen. Verdrängt. Ich glaube, dass diese Stelle ungefähr genauso schnell wieder verschwunden ist, wie sie auftauchte.

Nach ein paar Monaten tauchte allerdings wieder eine Stelle auf, die diesmal größer war als zuvor. Diesmal wollten sich meine Eltern und ich ärztlichen Rat einholen.

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27. Juli 2018 – Der Tag, an dem ich Angst hatte unser Kind zu verlieren

 

27.07.2018

Ich weiß nicht, womit ich anfangen soll. Ich kann meine Gedanken nicht ordnen. Klar ist, dass das, was heute passiert ist, einer der schrecklichsten Momente meines Lebens war. Vielleicht hilft es, dass ich es aufschreibe. Aber vielleicht macht das auch alles nur noch viel schlimmer. Ich will es loswerden – das erhoffe ich mir zumindest. Ich hoffe und bete, dass ich nie wieder an diesem Moment denken muss. Gleichzeitig weiß ich jetzt schon, dass sich das Bild in meinen Kopf gebrannt hat und dass ich dieses Ereignis bis an mein Lebensende nicht mehr vergessen werde. „27. Juli 2018 – Der Tag, an dem ich Angst hatte unser Kind zu verlieren“ weiterlesen

Kein Wort ist gut genug für dich – Ein Brief an meinen Sohn

 

 

Lieber Jo,

du bist zehn Monate in mir gewachsen, mein Körper hat dich auf die Welt gebracht. Den Tag deiner Geburt werde ich niemals vergessen. Ich bin sehr froh, dass ich sagen kann, dass das eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens war.

Und dann warst du da. Lagst dort auf meiner Brust in dem weißen Handtuch und hast ganz leise gewimmert. Ich hab dir immer wieder das Gesicht gestreichelt. Ich war überwältigt von dir und habe die ganze Zeit nur gedacht, wie schön du doch bist.

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Ich kann nicht mehr – Wie das Baby-Schlafdefizit mich an den Rand der Depression brachte

23. Mai 2017
02:47 Uhr

Um diese Uhrzeit befinden sich die meisten Menschen in der sogenannten Tiefschlafphase. Ich hingegen, stehe im Schlafzimmer mit meinem gerade geborenen Sohn auf dem Arm und weine. Ich muss mein Schluchzen unterdrücken, denn schließlich wird Jo sonst wach. Es tut weh im Hals. Jo ist jetzt bereits das vierte Mal wach diese Nacht. Mittlerweile laufe ich die siebte Runde durchs Zimmer, aber Jo ist immer noch unruhig. Er kann nicht in den Schlaf finden. Nach weiteren dreißig Minuten lege ich ihn vorsichtig in das Beistellbett. Es scheint geklappt zu haben. Ich schicke ein Stoßgebet zum Himmel. Danke, lieber Gott.

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Es lässt mich nicht los – Meine Gedanken zur Amokfahrt in Münster am 07.04.2018

 

 

„Guck mal, Finn, ein Hubschrauber!“

Mit diesem Satz fing alles an. Ich saß mit meiner Freundin, ihrem Sohn und Jo im Sand auf dem Spielplatz bei uns um die Ecke. Wir hatten Sand zwischen den Zehen und Sonne im Gesicht.

Was war das für ein unfassbar schöner Tag bisher gewesen. Der Mann, Jo und ich haben vormittags unsere typische Münstertour gemacht. „Fresstour“ nennen wir das immer, denn auf dem Wochenmarkt schlagen wir uns meist samstags die Bäuche richtig voll. Hier noch ein Reibekuchen, da noch eine Waffel. Anschließend fuhren wir mit den Rändern durch unsere wunderschöne Stadt. Durch unser Zuhause. Wie oft ich an diesem Vormittag wieder dachte: „Was ist das für eine unfassbar schöne, friedliche und heimelige Stadt.“ Ich hatte mich mal wieder hoffnungslos verliebt.

Gegen 15.30 Uhr machten wir uns von der Stadt auf zum Spielplatz. Jeder Münsteraner weiß inzwischen, was um diese Uhrzeit geschah. Der Mann ging kurz nach Hause und ich entschied, auf dem Spielplatz zu bleiben. Es war einfach zu schön draußen. Meine Freundin kam mit ihrem Sohn dazu. Dann das Hubschrauberbrummen. Direkt über uns. Der Hubschrauber stand regelrecht in der Luft. Wir dachten uns nicht viel dabei, trotzdem fühlte ich mich schlagartig unwohl. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben, aber ich wollte einfach nur nach Hause. Jo wurde unruhig. Merkte er meine Nervosität? Merkte er, dass etwas nicht stimmt? Die Stimmung auf dem Spielplatz veränderte sich. Ich schaute wieder zum Hubschrauber. Danach blieb mein Blick an einer Mutter haften, die ihr Smartphone in der Hand hielt und gleichzeitig ihre Sachen zusammenpackte. Sie sah mich an. Besorgt sah sie aus und sagte zu mir: „Da ist angeblich ein Auto in eine Menschenmenge gefahren“. Sie sah mich an, ich sah sie an. Fassungslosigkeit.

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Bin ich überfordert? Selbstzweifel einer Mutter

 

Eine Woche voller Selbstzweifel geht zu Ende. Eine Woche, in der ich mich in der Mutterrolle in Frage gestellt habe. Eine Woche, in der ich mich alleine gefühlt habe. Eine Woche mit wenig Schlaf und vielen Tränen.

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