„Das ist aber nicht mein pädagogischer Ansatz!“ – Warum Eltern heutzutage MöchtegernerzieherInnen und HobbypsychologInnen sind

 

Den Kommentar aus der Überschrift musste ich letztens auf dem Spielplatz über mich ergehen lassen. Dem Ganzen ging ein Gespräch über Tischmanieren voraus. Ich sagte der Mutter in der Unterhaltung, dass ich denke, dass Jo noch nicht in dem Alter ist, adäquate Tischmanieren zu entwickeln. Und dass er das auch nicht muss. Von mir aus soll er mit dem Essen rummatschen, hauptsache er isst. Dass man mit Essen nicht spielt, wird er zum richtigen Zeitpunkt wissen. Außerdem kann man meiner Meinung nach die Welt nur verstehen, wenn man sie anfasst. Aber gut, anderes Thema.

Das sei nun überhaupt nicht ihr Erziehungsstil, sagte sie. Je früher Kinder gesellschaftliche Normen lernen, desto besser. Das habe sie in einem Ratgeber gelesen. Als sie fortfuhr, hörte ich ehrlich gesagt nicht mehr richtig zu. Aber es klang, als hätte sie den Knigge verschluckt. „„Das ist aber nicht mein pädagogischer Ansatz!“ – Warum Eltern heutzutage MöchtegernerzieherInnen und HobbypsychologInnen sind“ weiterlesen

Jo und seine Mädels im Sauerland – Kurzurlaub mit Kind

Ein weiterer gemeinsamer Trip stand mit meinen ehemaligen Unimädels Mitte Mai kurz bevor. Fast jedes Jahr versuchen wir zusammen wegzufahren. Kennengelernt habe ich diesen verrückten Weiberhaufen in Wuppertal an der Universität. Dort habe ich nämlich 2016 meinen Bachelorabschluss gemacht.

Ein spontaner Kurzurlaub mit Kind – ist das überhaupt so einfach möglich?

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Über Rapsöle und Babybrei-Kühltaschen – Müttergespräche

Szenerie Pekip-Kurs. Man unterhält sich über kaltgepresste Rapsöle für Babynahrung.

„Welches Baby-Beikost-Öl hast du denn?“

„Häh?“

„Also ich hab ja gehört, die raffinierten Öle sind am besten für die Kleinen. Die Kaltgepressten enthalten zu viele Schadstoffe. Hast du kaltgepresstes oder raffiniertes Öl?“

„Ähm. Ja, also da müsste ich jetzt nachgucken, weil… Äääh.“

Jetzt werden einige geschockt sein: Ich habe mir noch NIEMALS Gedanken über kaltgepresste Bio-Baby-Beikost-Öl gemacht.  „Über Rapsöle und Babybrei-Kühltaschen – Müttergespräche“ weiterlesen

Ich kann nicht mehr – Wie das Baby-Schlafdefizit mich an den Rand der Depression brachte

23. Mai 2017
02:47 Uhr

Um diese Uhrzeit befinden sich die meisten Menschen in der sogenannten Tiefschlafphase. Ich hingegen, stehe im Schlafzimmer mit meinem gerade geborenen Sohn auf dem Arm und weine. Ich muss mein Schluchzen unterdrücken, denn schließlich wird Jo sonst wach. Es tut weh im Hals. Jo ist jetzt bereits das vierte Mal wach diese Nacht. Mittlerweile laufe ich die siebte Runde durchs Zimmer, aber Jo ist immer noch unruhig. Er kann nicht in den Schlaf finden. Nach weiteren dreißig Minuten lege ich ihn vorsichtig in das Beistellbett. Es scheint geklappt zu haben. Ich schicke ein Stoßgebet zum Himmel. Danke, lieber Gott.

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Von Ostereiern im Sand, Geburtstagskuchen und Meeresluft in der Nase – Ostern 2018 auf Texel

Ursprünglich war dieser Artikel als Reisebericht geplant. Jedoch war das Wetter zeitweise so bescheiden, dass wir leider nicht großartig die Gelegenheit hatten, etwas zu unternehmen. Und so genossen wir ganz unspektakulär die Familienzeit, ließen die Zeit so dahinfliegen und hörten dem Regen zu, wie er leise gegen die Fensterscheibe prasselte.

Es ging nicht nur zu dritt in den Urlaub

Sachen packen, auf geht es. Auf geht es nach Texel! Wir verließen zu Ostern Deutschland und machten uns, wie jedes Jahr, auf, um auf der westfriesischen Insel ein paar ruhige Tage zu verbringen. Von ruhig kann allerdings nicht die Rede sein, denn wir packten, neben unseren sieben Sachen, auch gleich die komplette Familie vom Mann mit ein! Inklusive Tanten, Onkels, Babys und Hunden. Und jetzt die Krönung: Wir bezogen alle ein Domizil. Ja, richtig gehört. Wir übernachteten alle gemeinsam in einer Familienvilla. Und Ostersonntag kamen sogar meine Eltern spontan auf einen Besuch vorbei. Das Familienchaos war perfekt.

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Das Leben mit Baby – Vorstellung vs. Realität

 

Abrufbereitschaft

Im Grunde hat man als Mama 24/7 Bereitschaft. Ohne wirkliche Pause. Irgendwie war es mir vor dem Jo nicht möglich, mir diese Abrufbereitschaft zu vergegenwärtigen. Wie auch, denn jetzt ist mir klar, dass man das nur verstehen kann, wenn man Mutter ist. Da kann man sich vorher noch so viele Gedanken machen, manche Dinge erfährt man eben erst, wenn man mitten drin steckt. Deswegen fällt es mir auch sichtlich schwer, das mit der Bereitschaft in Worte zu fassen, da es eher ein Gefühl ist. Gefühle sind manchmal eben schwer zu beschreiben. Es ist fast so, als würde man die ganze Zeit denken, dass man was vergessen hat.

Man ist irgendwie immer im Modus der Abrufbereitschaft

Kann man das mit einem Arzt vergleichen, der immer Bereitschaftsdienst hat? Der Pieper hängt Tag und Nacht am Hosensaum und die Batterien gehen niemals leer. Es gibt Tage, ja, da würde ich gerne meinen imaginären Pieper gerne einfach mal ausstellen. Nur für einen Tag.

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Bin ich überfordert? Selbstzweifel einer Mutter

 

Eine Woche voller Selbstzweifel geht zu Ende. Eine Woche, in der ich mich in der Mutterrolle in Frage gestellt habe. Eine Woche, in der ich mich alleine gefühlt habe. Eine Woche mit wenig Schlaf und vielen Tränen.

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„Oh nein, sie bloggt!“ – Wieso, weshalb, warum?

Was? Wie jetzt? Bloggen? Ernsthaft? Muddibloggs gibt es doch en masse. Das ist also absolut nichts  Neues. Könnte nur peinlich werden, wenn sich niemand dafür interessiert. Und irgendwie ist es ja auch möchtegernmäßig. Was werden die sagen, die mich kennen?

Das ist ein Teil jener Gedanken, die mir seit Wochen durch den Kopf schwirrten. Aber jetzt mal von Anfang an:

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„Der Hat bestimmt nen Wachstumsschub“ – Die ewige Suche nach dem Grund

 

 

„Er schläft momentan total schlecht.“ 

„Der zahnt bestimmt!“

Laut den Meinungen anderer Leute zahnt der Jo übrigens seit 6 Monaten.

„Seit Wochen ist er unglaublich anhänglich.“

„Der is‘ bestimmt im 7. Wachstumsschub! Das haben die mit 40 Wochen!“

Wer zur Hölle merkt sich eigentlich, wie viele WOCHEN alt sein Kind ist?

Wenn ich noch einmal das Wort „Wachstumsschub“ höre, bekomme ich n Schreikrampf. Wirklich. Warum machen Neu-Muddis das? Immer nach Gründen zu suchen. Für ALLES. „„Der Hat bestimmt nen Wachstumsschub“ – Die ewige Suche nach dem Grund“ weiterlesen